Thekengeschichten – Lagerung & Präsentation in der Theke und zuhause

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Thekengeschichten – Lagerung & Präsentation in der Theke und zuhause
02/05/2021

Unsere Lebensmittel sind wertvoll, viel zu viel an verdorbener Ware wird in Haushalten und auch im Lebensmittelhandel weggeschmissen! Schlechte und unsachgemäße Lagerung ist oft der Grund für die vorzeitige Entsorgung vieler Produkte. Dem wollen wir hier etwas vorbeugen.

Hier einige spezielle Tipps für das Aufbewahren von Käse

In der Käsetheke:
  • Käse muss bei kühlen Temperaturen, zwischen 5-7°C, gelagert werden.
  • Eine relative Luftfeuchtigkeit von ca. 95% hält ihn frisch und sorgt dafür, dass er nicht austrocknet. Diese Luftfeuchtigkeit wird in den wenigsten Käsetheken erreicht.
  • Ist die Thekenluft nicht feucht genug, müssen die Käse in einer Klarsichtfolie ohne Weichmacher straff und appetitlich verpackt werden.
  • Auch in der Käsetheke sollte Käse regelmäßig gewendet und nicht zu hoch gestapelt werden.
  • Angeschnittene Schnitt- und Hartkäse können während der Nacht auf die mit Folie versehene Schnittfläche gelegt werden, dies verhindert das Austreten des Käseteiges.
  • Die Schnittfläche von Käse kann sich leicht mit Weißschimmel bedecken. Um Frische zu demonstrieren sollte dieser Pilz immer dünn abgeschnitten werden, auch wenn er gesundheitlich völlig unbedenklich ist.
  • Weichkäse mit weißem Edelpilz in einer Spanholzschachtel immer auf dem Deckel, also umgekehrt, aufbewahren. So sehen sie nicht eingefallen aus wenn man die Schachtel öffnet.
  • Wenn Ziegenkäse unverpackt, also luftig in Holzschachteln geliefert wird, sollte er nicht in Frischhaltefolie gepackt werden, sondern ohne Verpackung „atmen“ können, das mag er am liebsten.
Zuhause:
  • Daheim bewahrt man den Käse am besten im Gemüsefach auf. Hier herrscht in der Regel eine gleichmäßige Temperatur ohne große Schwankungen.
  • Abgepackten Käse in seiner Originalverpackung kühl und keimfrei aufbewahren
  • Weichkäse mit Schimmelrinde muss beim Aufbewahren atmen können, das bedeutet er darf nicht luftdicht verpackt werden!
  • Angeschnittenen Käse von der Käsetheke immer einzeln je nach Käsesorte aufbewahren, damit sich Geschmack oder eventuell Reifekulturen nicht übertragen.
  • Schnittstelle mit Klarsichtfolie abdecken. So trocknet der Anschnitt nicht ein und der Käse kann über die Rinde weiter atmen.
  • Zum Aufbewahren für einen kurze Zeitspanne, ist eine Käseglocke aus Glas oder Ton ideal. Die Käse-Spezialitäten haben dann beim Servieren Raumtemperatur, sind geschützt und das Aroma kann sich optimal entfalten.
  • Einfrieren – besser nicht! Durch die sehr niedrigen Temperaturen bekommt der Käse einen Schock – der Reifeprozess wird unterbrochen, der Käse verliert erheblich an Geschmack.
  • © Rochelt

Hier geht‘s um die Wurst

Wurst wird an der Feinkosttheke meist in einer Kombination aus Papier und Folie verpackt und sollte nach dem Nachhausekommen in eine dicht schließende Plastikdose gelegt werden. In solchen Aufbewahrungsboxen bildet sich ein eigenes Klima und die Lebensmittel werden Temperaturschwankungen weniger ausgesetzt, wenn die Kühlschranktür geöffnet wird.
Unterschiedliche Wurstsorten bitte nicht in einer Dose aufbewahren. Das verkürzt nicht nur die Haltbarkeit, es kann sich auch negativ auf den Geschmack auswirken. Eine Ausnahme bilden ähnliche Sorten.
Der beste Platz für Wurst liegt möglichst weit unten im Kühlschrank. Direkt über dem Gemüsefach ist es am kühlsten. Trotzdem ist die Lagerzeit je nach Wurstsorte auf 3-5 Tage begrenzt.

Bitte beachten: Wurst vor dem Verzehr stets gründlich prüfen und den Hausverstand einsetzen: wirkt sie klebrig, glasig oder grünlich oder ist der Geruch unangenehm – unbedingt die Finger davon lassen.

Und so bleibt auch Speck länger frisch:

Speck ist durch das uralte Handwerk des Selchens länger haltbar. Das Einreiben mit Salz und Gewürzen erhöht die Haltbarkeit, der Rauch schützt zusätzlich von außen und verleiht einen tollen Geschmack. Wer ihn gut behandelt, kann ihn bis zum letzten Bissen genießen! Am besten hält er sich in einer kühlen Speisekammer, der Kühlschrank ist aber auch eine gute Alternative:

  • Im Papier oder einem Leinentuch aufbewahren – kein Plastik, der Speck muss atmen können
  • Papier oder Tuch immer wieder öffnen, damit frische Luft dazu kommen kann
  • 60 Minuten vor dem Verzehr rausnehmen – für einen besseren Geschmack

Wird der Speck über einen längeren Zeitraum gelagert, schreitet natürlich auch die Abtrocknung voran. Der Speck wird langsam härter, darunter leidet die Qualität aber nicht.

Rochelt-TIPP: Sollte es dennoch zu einem weißen schimmelähnlichen Belag kommen (der ist völlig ungiftig!), diesen einfach wegbürsten. Wer auf Nummer Sicher gehen will, kann ihn einfach mit Salzwasser abwaschen (das tötet Bakterien ab), trocknen lassen und bedenkenlos weiter genießen!

Um Aroma und Konsistenz perfekt zu erhalten, kann Speck auch bis zu 6 Monate gefroren gelagert werden. Dafür den Speck in kleinere Teile portionieren und einzeln in Gefrierbeutel einfrieren. Vor dem Gebrauch langsam (ca. 24 Stunden) bei Zimmertemperatur auftauen.

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