Was soll rein in den Wanderrucksack

Was soll rein in den Wanderrucksack
02/08/2021

Der Spätsommer mit seinem warmen Klima sorgt vielerorts für optimale Wanderbedingungen. Denn zu dieser Zeit herrschen Idealbedingungen für wunderbare Wanderungen und Trekkingtouren auch in großer Höhe. Und wenn der Berg ruft, sollte man(n) und frau gut gerüstet sein: angemessenes Schuhwerk und Kleidung sind oberste Priorität, ein paar Ortskenntnisse hilfreich und unbedingt notwendig: ein gut gepackter Wanderrucksack mit Jause.

Guter Start

Die Vorbereitung auf eine Wanderung beginnt eigentlich schon am Abend davor. Wer eine lange Wanderung geplant hat, sollte darauf achten, dass bereits am Vorabend die Kohlenhydrat- und Flüssigkeitsspeicher des Körpers noch einmal „richtig“ aufgefüllt werden. Ein Abendessen mit leicht verdaulichen Kohlenhydraten, wie Nudeln, Reis, Kartoffeln mit Gemüse, eventuell ergänzt durch Eiweiß in Form von Fleisch, Fisch oder Hülsenfrüchten, ist ideal.
Spätestens beim Frühstück am Tag der Wanderung sollte mit einer kohlenhydratreichen Mahlzeit sowie ausreichend Flüssigkeit eine gute Basis gelegt werden. Eine Portion Müsli mit frischen Früchten und Joghurt oder Milch, dazu zwei Gläsern Wasser oder verdünntem Fruchtsaft bilden die ideale Basis.
Und dann: Aufi auf‘n Berg!

Wie der Jausenrucksack gepackt wird, hängt sehr von der Art der Wanderung ab.

Kinder- und Großelternwanderung

Wer mit Kindern oder älteren Familienangehörigen unterwegs ist, legt oft kürzere Distanzen zurück, die nicht allzu anspruchsvoll sind. Erwachsene kommen da auch schon mal gut ohne Proviant über die Runden. Dennoch gilt: genügend trinken! Ideal sind Wasser, ungesüßte Früchte- oder Kräutertees sowie im Verhältnis 1:3 verdünnte Fruchtsäfte.

Ein Apfel, ein Müsliriegel, Nüsse oder Studentenfutter, das ist die schnelle Variante der Wanderpause, die auch Kindern schnell wieder Energie gibt. Schmeckt allen und ist leicht und schnell bei der Hand: geschnittenes, leicht gesalzenes Gemüse wie Kohlrabi, Paprika, Gurken oder Selleriesticks.

Wenn‘s sportlich wird ….

Ab drei Stunden Gehzeit, wenn es also sportlich und anspruchsvoller wird, empfiehlt es sich, eine ausgiebigere Jause mit genügend Kohlenhydraten einzupacken.
Obst- und Gemüse-Smoothies, ein Müsliriegel oder auch Vollkornbrote, z. B. belegt mit Käse und Schinken und Gemüsesticks sind sehr gute Energieversorger die handlich mitzunehmen sind. In auslaufsicheren Behältern mitgenommener Nudelsalat mit Gemüse und Ei oder herzhafte Muffins bieten eine weitere gute Alternative. Ein Klassiker am Berg sind jegliche Art von Hartwürsten, wie Kabanossi oder Bergsteiger. Die schmecken in der Bergluft nochmals so gut!

Unser Tipp: Alle zwei Stunden eine kurze Rast einlegen und bei Hunger auch eine Kleinigkeit essen. Lieber mehrere, kleinere Portionen einpacken und nicht überessen! Mit zu vollem Magen macht das Weitergehen keinen Spaß.

Bei größeren Bergtouren noch wichtiger: trinken, trinken, trinken! Pro Wandertag sollten Erwachsene rund drei, Kinder rund zwei Liter Flüssigkeit zu sich nehmen. Das ist mindestens ein halber Liter pro Stunde. Als Flüssigkeitszufuhr kann neben Wasser auch ein Sportlergetränk herangezogen werden, das enthält zusätzlich notwendige Salze und Elektrolyte. Wer sich nicht abschleppen will: eine wiederbefüllbare Flasche kann leicht auf Berghütten, bei Brunnen oder Tiertränken oder gar an Bächen aufgefüllt werden! Quellwaser schmeckt einfach herrlich!

  • © Rochelt

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Abfall am Berg

Wer verschließbare Behälter aus Plastik oder Alu für seinen Proviant verwendet, produziert auch keinen Müll am Berg. Prinzipiell gilt am Berg die einfache Regel: Was man raufgetragen hat, schafft man auch wieder runter! Also bitte nichts liegen lassen.
Der „Apfelputzen“ ist ein Paradebeispiel für zurückgelassenen Abfall am Berg. Achtlos weggeworfen bleibt maximal der Strunk übrig. Und dieser verrottet schnell, wenn er nicht ohnehin davor schon von Tieren gefressen wird. Bei der Banane ist es schon wieder ganz anders: die Schalen von Tropenfrüchten verrotten zwar auch, brauchen in unserem Klima aber viel länger. Auf einer konventionellen Banane finden sich auch sehr wahrscheinlich Pestizide und Spritzmittel und für heimische Tierarten ist die Schale ungenießbar. Also gar nicht erst selektieren, einfach alles wieder mitnehmen.

Verrottungszeiten von Müll am Berg

  • Kaugummi: 5 Jahre
  • Zigarettenstummel: 2 – 7 Jahre
  • Taschentuch: 1 – 5 Jahre
  • Bananenschale: 1 – 3 Jahre
  • Nylonfasern: 60 Jahre
  • Plastiksack: 120 Jahre
  • Blechdose: 500 Jahre
  • Plastikflasche: 500 – 1.000 Jahre

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